Es ist höchste Zeit, etwas zu tun. Und seine Stimme zu erheben.

Ich unterstütze das Open Internet Projekt in seinem Aufbäumen gegen die Monopolstellung von Google und den Missbrauch dieser marktbeherrschenden Position durch Google.

Google hat nach einschlägigen Erhebungen einen Marktanteil von 90% - eine Größenordnung, die meiner Meinung nach niemals in den Händen von Privatunternehmen liegen sollte. In keinem Bereich. Nun werden wir die Gesetze in den USA wohl nicht ändern können. Aber wir können die Marktmacht von Google begrenzen, indem wir es weniger oder gar nicht mehr nutzen.

Aber zuerst das Manifest des Open Internet Projekts in einer von mir angefertigten Übersetzung und einige Infos darüber, wie Google u.a. ihre Monopolstellung schon heute missbrauchen.

Projekt Offenes Internet - Manifest

Pariser Erklärung vom 15. Mai 2014

Europäische Verbraucher und Internet-Firmen fordern ein Verbot der manipulativen Bevorzugung von Google-eigenen Dienstleistungen und Inhalten

Es ist eine Sache von weltweiter Wichtigkeit. Der Suchmaschinenmonopolist Google mit mehr als 90 Prozent Marktanteil in der Europäischen Union manipuliert seine Suchergebnisse. Er fördert seine eigenen Dienstleistungen und Inhalte und degradiert diejenigen von Mitbewerbern, welche für die Abfragen von Verbrauchern aber wichtiger sein könnten. Aus mehreren Gründen ist das unannehmbar.

Wenn ein Geschäft online nicht gefunden werden kann, kann es seine Produkte den Kunden nicht anbieten. Andererseits, wenn die Dienstleistungen von Google immer an erster Stelle ohne Rücksicht auf ihre Relevanz erscheinen, können Verbraucher nicht die relevantesten Angebote finden. Innovative Digitalunternehmen, die Arbeitsplätze überall in Europa schaffen, riskieren ihre Existenz, wenn diese beleidigende Suchmanipulation andauert.

Die Wurzel des Problems ist ein Interessenkonflikt von Google: Da Google beides anbietet - eine Suchmaschine in Monopolstellung und mit der Suchmaschine nicht in Verbindung stehende Dienstleistungen -, hat es ein Motiv und die Fähigkeit, seine Suchmaschine zu benutzen, um Verbraucher zu seinen anderen Angeboten zu lenken. Die Benutzer zu seinen eigenen Websites führen zu können, gibt Google einen Wettbewerbsvorteil, den kein Konkurrent ausgleichen kann.

Angesichts dieser Bedrohung hat die Regierung von Angela Merkel in Deutschland im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD den Begriff der "Suche ohne Diskriminierung" eingeführt.

Die Vertrauenswürdigkeit der europäischen Wettbewerbsstrafverfolgung ist gefährdet: Seit dem Start der Kartelluntersuchung gegen Google 2010 ist die Europäische Kommission nicht in der Lage gewesen, die großen Sorgen in Zusammenhang mit dem Verhalten von Google zu beheben. Stattdessen plant sie, dem Giganten durch den Abschluss einer größtenteils hinter verschlossenen Türen ausgehandelten Vereinbarung nachzugeben, welche im Prinzip die Selbstbevorzugung von Google in der Beantwortung von Anfragen legalisieren würde, und welche als fast völlig unwirksam wenn nicht gar kontraproduktiv von Verbraucherorganisationen und Firmen gleich einmütig kritisiert worden ist. Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass eine steigende Zahl von EU-Beauftragten sich einer Vereinbarung entgegensetzt.

Im Auftrag europäischer Verbraucher und Internet-Firmen rufen die unterzeichnenden Parteien die Europäische Kommission auf:

www.openinternetproject.net

Es liegt an uns - den Nutzern - ob Google nochmal ernsthafte Konkurrenz bekommt (ähnliches gilt natürlich auch für die anderen Riesenkonzerne Microsoft, Apple, Facebook usw.). Wir müssen einfach konkurrierende Produkte (die es ja gibt) nutzen, auch wenn es in manchem Fall anfangs mit Schwierigkeiten oder Umgewöhnung einhergeht. Konkurrenz lebt davon, dass die Kunden ihre Einsätze auf mehrere Anbieter verteilen (und es so u.a. den großen Konzernen erschweren, sich ein komplettes Bild von ihnen zu machen). Hier ein paar Vorschläge:

statt Google - Chrome > , Iron oder für Android Dolphin

statt Google - Suche > DuckDuckGo, oder

statt Google - Mail > wie wär´s mit mail.de ? Oder schaut mal, wie die Stiftung Warentest getestet hat.

statt Google - Kalender > iKalender, ein österreichisches Projekt

statt Google - Docs >

statt Google - Drive > freie Clouds gibt es viele, ein Vergleichstest findet sich hier

statt Google - Maps > nutzt Programme oder Apps, die Karten von OpenStreetMap nutzen

statt Google - Play > ist eine Möglichkeit, verschiedene Apps auch ohne Playstore zu bekommen

statt Google - Books > je nachdem, was man sucht, wird man vielleicht auch fündig in der OpenLibrary, in der EuropeanLibrary oder der Volltextbibliothek Zeno.org

statt Google - Übersetzer > ein Multi-Online-Übersetzer findet sich unter free-translation.imtranslator.net

statt Google - Android >

wer einen eigenen Server mit Kalender, Adressbuch, Cloud und Synchronisation aufsetzen möchte, ist bei ownCloud gut aufgehoben

Haftungsausschluss (Disclaimer)
Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Logos und Namen sind Eigentum der entsprechenden Firmen bzw. Organisationen.

Impressum

K.-U. Socha, Karl-Heine-Str. 110, 04229 Leipzig, Kontakt